Zu Leben-s-Qualität
bei Laktoseintoleranz (LI)
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Die Verdauung

Vom Mund bis zum Dickdarm

 

Der Begriff Verdauung bezeichnet alle Vorgänge, die die Zerkleinerung und Aufspaltung der Nahrung in kleinste Nährstoffe, die Aufnahme dieser Nährstoffe und die Ausscheidung nicht verwertbarer Stoffe aus der Nahrung betreffen.

Damit beginnt die Verdauung also bereits im Mund, wo die Zähne die Nahrung zerkleinern und diese mit Speichel vermischt wird. Durch die Speiseröhre gelangt die Nahrung in den Magen, wo sie mit Magensaft vermengt und weiter zerkleinert wird. Die im Magensaft enthaltene Salzsäure trägt u.a. dazu bei, Bakterien abzutöten. Verschiedene Enzyme, die dem Nahrungsbrei auf seinen verschiedenen Stationen zugeführt werden, übernehmen die Aufspaltung von lebenswichtigen Kohlenhydraten, Eiweißen und Fett.

Darmträgheit kann durch ballaststoffarme Ernährung, mangelnde Bewegung und unzureichende Flüssigkeitszufuhr entstehen.

Im Dünndarm erfolgt dann die eigentliche Resorption der zerlegten Nährstoffe in die Blut- und Lymphbahn. In der Leber werden die Nährstoffe teilweise umgebaut, damit sie von den Zellen auch tatsächlich verwertet werden können.

Die vom Dünndarm nicht resorbierbaren Bestandteile des Nahrungsbreis werden weiter in den Dickdarm transportiert. Dort bauen Darmbakterien die im Nahrungsbrei enthaltenen Ballaststoffe ab. Der Dickdarm entzieht dem Speisebrei außerdem Wasser und sorgt somit für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt und die Eindickung des Breis. Unverwertbare Nahrungsreste werden schließlich als Stuhl ausgeschieden.

Verdauungsstörungen

Als Verdauungsstörungen bezeichnet man Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Im Volksmund wird der Begriff Verdauungsstörungen jedoch häufig gleichgesetzt mit Verstopfung.

Von Verstopfung spricht man bei weniger als drei Stuhlgängen pro Woche. Nach einer Reise ist es aber nicht ungewöhnlich, wenn der Stuhlgang bis zu einer Woche aussetzt. Insbesondere nach Fernreisen muss sich der Organismus an verändertes Klima, Essen und eine andere Zeitzone erst einmal akklimatisieren. Vor allem Frauen, Kleinkinder und ältere Menschen können von Verstopfungen betroffen sein.

Ursachen können eine Erkrankung, Medikamenteneinnahme und insbesondere bei Frauen eine hormonelle Umstellung sein. Oft liegt es aber auch an den Lebensumständen, die zu den Beschwerden führen. Eine ballaststoffarme Ernährung, mangelnde Bewegung und unzureichende Flüssigkeitszufuhr haben eine Darmträgheit zur Folge. Stress, seelische Belastung, übertriebene Sauberkeit oder eine ungewohnte Umgebung kommen als Ursachen für Verstopfung ebenfalls in Betracht.

Verdauung von Milchzucker - nicht bei jedem möglich

Verdauungsstörungen können auch durch bestimmte Nahrungsmittel hervorgerufen werden.

In Deutschland ist für ca. 15 – 20 % der Bevölkerung der Konsum von Milch und Milchprodukten keine Wohltat, sondern der Auslöser von Beschwerden. Sie leiden unter einer Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktose), auch bekannt als Laktoseintoleranz.

Die Ursache liegt in einem Laktase-Enzymmangel, der dazu führt, dass der Milchzucker nicht in seine Bestandteile gespalten wird und damit unverdaut in den Dickdarm gelangt, wo er Bakterien als Nahrung dient und Beschwerden verursacht.

Weitere Informationen zum Thema Milchzucker-Unverträglichkeit finden Sie auf unserer Seite unter Laktoseintoleranz.

 

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