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Darmgesundheit

Die richtige Ernährung

Unter dem Begriff „Ernährung“ verstehen wir, nüchtern betrachtet, die Aufnahme von Nahrungs- und Genussmitteln, die unser Organismus zum Aufbau seines Körpers, zur Aufrechterhaltung seiner Lebensfunktionen und zum Hervorbringen bestimmter Leistungen in verschiedenen Situationen benötigt. Ernährung ist somit eine Voraussetzung für die Lebenserhaltung jedes Lebewesens.

Ernährung ist jedoch mehr als nur Nahrungsaufnahme – sie ist maßgeblich für unser tägliches Wohlbefinden. Nur mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung kann unser Körper seine volle Leistung entwickeln.

Mit der Nahrung wird vor allem der Energiebedarf des Organismus gedeckt. Je nach Alter, Geschlecht und körperlicher Tätigkeit variiert der Energiebedarf der Menschen. Im Durchschnitt liegt er bei Männern bei ca. 2.300 kcal und bei Frauen bei ca. 2.000 kcal pro Tag.

Ernährung ist maßgeblich für unser tägliches Wohlbefinden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (www.dge.de) hat 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung aufgestellt, welche bei deren Einhaltung den Körper mit allen notwendigen und lebenswichtigen Vitalstoffen versorgt und ihn zudem gesund erhält. Laut diesen Regeln soll das tägliche Essen vielseitig und abwechslungsreich sein, aus viel frischem Obst und Gemüse bestehen sowie möglichst fettarm sein.

Natürlich gehört auch die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit zur Ernährung. Der Körper verliert über den Tag ca. 1,5 bis 2 Liter Wasser. Dieser Verlust sollte mit 2-3 Litern Flüssigkeitsaufnahme pro Tag ausgeglichen werden. Weitere Informationen zu einer gesunden, vollwertigen Ernährung erhalten Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (www.dge.de).

Ballaststoffe


Bei dem Wort Ballast denken viele Menschen an „unnötig“ und „wertlos“. Doch obwohl Ballaststoffe zum großen Teil unverdaut wieder ausgeschieden werden, sind sie extrem wichtig für den menschlichen Körper. Ballaststoffe sind überwiegend pflanzlichen Ursprungs, die vom Verdauungssystem nicht vollständig verwertet werden können. Tierische Produkte sind praktisch frei von Ballaststoffen.

Es wird zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen unterschieden.
Ballaststoffe quellen im Magen auf und sorgen durch die Zunahme des Volumens für eine Verstärkung des Sättigungsgefühls. Aus ballaststoffreicher Nahrung werden zudem die Kohlenhydrate im Darm verzögert aufgenommen, wodurch es zu einem verlangsamten Blutzuckeranstieg nach dem Essen kommt. Das Sättigungsgefühl hält für längere Zeit an. Im Darm sorgen die Ballaststoffe durch weitere Wasserbindung für eine Anregung des Verdauungssystems. Die wasserlöslichen Ballaststoffe werden dabei komplett verwertet, wohingegen die unlöslichen Ballaststoffe ausgeschieden werden.

Reich an natürlichen Ballaststoffen sind vor allem Hülsenfrüchte, wie Bohnen. Aber auch in vielen Obst- und Gemüsesorten sowie Getreideprodukten stecken wertvolle Ballaststoffe.

Leider kommen Ballaststoffe in der Ernährung meist zu kurz. Nur 20 Gramm beträgt in Deutschland die durchschnittliche Aufnahme pro Kopf und Tag. 30 Gramm empfiehlt dagegen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, und bei Verdauungsproblemen dürfen es auch 35 – 40 Gramm sein. Wenn diese nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden, empfiehlt sich die Verwendung eines Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Leben's Prebiotisch + Zink Kautabletten).

Übrigens: Ihren Namen erhielten die Ballaststoffe aufgrund eines Irrtums. Man hielt sie früher für überflüssig.

Prebiotika und Probiotika


Prebiotische Stoffe sind nichtverdauliche Lebensmittelbestandteile, meist Ballaststoffe wie z.B. Oligofructose, die das Wachstum probiotischer Bakterien und damit deren Aktivität im Darm fördern. Dadurch leisten Sie einen wichtigen Beitrag für eine intakte Darmflora und damit gleichermaßen für das körperliche Wohlbefinden des Menschen.
Prebiotika sind im oberen Darmtrakt unverdaulich und dienen als Nahrung für die „guten“ Darmbakterien, deren Ansiedlung und Vermehrung sie auf diese Weise fördern. Sie bieten quasi Hilfe zur Selbsthilfe.

Probiotische Lebensmittel enthalten lebende, gesundheitsfördernde Mikroorganismen. Diese können, von außen zugeführt, das mikrobiotische Gleichgewicht im Darm positiv beeinflussen und somit einen Beitrag zur Darmgesundheit leisten. Zu den eingesetzten Bakterienkulturen in probiotischen Produkten wie z.B. Joghurt, gehören Milchsäurebakterien und Bifidobakterien. Da sie eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber den im Magen vorkommenden Säuren und Enzymen besitzen, können sie die Magenpassage überstehen und sich dann im Dickdarm ansiedeln. Voraussetzung dafür ist ein täglicher, dauerhafter und ausreichender Verzehr von probiotischen Kulturen. Allerdings können sie sich nicht vermehren und müssen daher regelmäßig zugeführt werden.

Ernährung bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit

Bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit liegt der Rat nahe, vollständig auf Milch und Milchprodukte zu verzichten. Dies ist jedoch nur bedingt zu empfehlen, da beispielsweise die Versorgung mit dem lebenswichtigen Mineralstoff Calcium nicht mehr ausreichend sein kann. Zudem wird Laktose aufgrund ihrer lebensmitteltechnologischen Eigenschaften immer häufiger industriell gefertigten Produkten zugesetzt und ist somit in vielen Produkten enthalten, in denen man den Milchzucker nicht vermuten würde.

Eine Alternative zu einer strengen milchzuckerfreien Diät sowie dem Verzehr speziell hergestellter milchzuckerfreier Lebensmittel ist die Verwendung von laktasehaltigen Produkten, beispielsweise den Leben’s Laktase enzym Tabletten. Laktase-Präparate führen das für die Verwertung von Milchzucker notwendige körpereigene Enzym Laktase von außen zu und erleichtern dadurch den unbeschwerten Genuss von laktosehaltigen Produkten.
Weiter Informationen zum Thema Milchzucker-Unverträglichkeit finden Sie auf unserer Seite unter „Laktoseintoleranz“.

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