Bei dem Wort Ballast denken viele Menschen an „unnötig“ und „wertlos“. Doch obwohl Ballaststoffe zum großen Teil unverdaut wieder ausgeschieden werden, sind sie extrem wichtig für den menschlichen Körper. Ballaststoffe sind überwiegend pflanzlichen Ursprungs, die vom Verdauungssystem nicht vollständig verwertet werden können. Tierische Produkte sind praktisch frei von Ballaststoffen.
Es wird zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen unterschieden.
Ballaststoffe quellen im Magen auf und sorgen durch die Zunahme des Volumens für eine Verstärkung des Sättigungsgefühls. Aus ballaststoffreicher Nahrung werden zudem die Kohlenhydrate im Darm verzögert aufgenommen, wodurch es zu einem verlangsamten Blutzuckeranstieg nach dem Essen kommt. Das Sättigungsgefühl hält für längere Zeit an. Im Darm sorgen die Ballaststoffe durch weitere Wasserbindung für eine Anregung des Verdauungssystems. Die wasserlöslichen Ballaststoffe werden dabei komplett verwertet, wohingegen die unlöslichen Ballaststoffe ausgeschieden werden.
Reich an natürlichen Ballaststoffen sind vor allem Hülsenfrüchte, wie Bohnen. Aber auch in vielen Obst- und Gemüsesorten sowie Getreideprodukten stecken wertvolle Ballaststoffe.
Leider kommen Ballaststoffe in der Ernährung meist zu kurz. Nur 20 Gramm beträgt in Deutschland die durchschnittliche Aufnahme pro Kopf und Tag. 30 Gramm empfiehlt dagegen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, und bei Verdauungsproblemen dürfen es auch 35 – 40 Gramm sein. Wenn diese nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden, empfiehlt sich die Verwendung eines Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Leben's Prebiotisch + Zink Kautabletten).
Übrigens: Ihren Namen erhielten die Ballaststoffe aufgrund eines Irrtums. Man hielt sie früher für überflüssig.